Ich glaube an etwas. Aber ich kann es nicht benennen – und das ist in Ordnung. Vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben.
Ich war nie religiös im klassischen Sinne. Kirche fühlte sich fremd an – zu viele Regeln, zu viele Erwartungen, zu viele Menschen auf zu engem Raum. Aber das Gefühl, dass da mehr ist als das was ich sehen und anfassen kann – das hatte ich immer.
Vielleicht ist Spiritualität einfach die Fähigkeit, sich klein zu fühlen – und das schön zu finden.
Als neurodivergenter Mensch erlebe ich Dinge intensiver. Tiefer. Manchmal schmerzhafter. Aber auch das Schöne trifft mich so. Ein Sonnenuntergang. Mein Hund, der schläft. Der erste Kaffee am Morgen, wenn die Welt noch still ist. Das ist für mich Spiritualität – keine Theorie, sondern ein Gefühl.